Energiekonzern Eon trotzt der Krise
Mi, Aug 12, 2009
Immer wieder wurde von Verbraucherschützern zuletzt angeprangert, dass die wenigen großen Vertreter des Energiesektors zu viel Spielraum bei der Festlegung der Stromkosten haben. Die Ergebnisse beim Energiekonzern Eon für die ersten sechs Monate lassen mutmaßen, dass die Vorwürfe vielleicht nicht vollkommen unberechtigt aufgekommen sind. Bei Eon selbst verweist man allerdings vor allem auf Sondereffekte, dank derer die aktuellen Bilanzen erzielt werden konnten.
Im Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2008 verbessert Eon in diesem Jahr die Einnahmen um satte 45 Prozent. Ein solches Plus wird bei den meisten Unternehmen der Wirtschaft derzeit fraglos eher neidvoll betrachtet. Nach Steuern darf sich Eon über Gewinne bis Ende Juni in Höhe von 4,5 Milliarden Euro freuen. Man habe rechtzeitig notwendige Transaktionen getätigt, um sich gegen die absehbaren Schwankungen bei den Energiepreisen zu schützen. Vor Steuern verbesserte sich der Gewinn des Energiekonzerns um immerhin ein Prozent auf nunmehr 5,7 Milliarden Euro.
Beim Unternehmen ist man sich allerdings darüber im Klaren, dass andere Branchen weitaus schwerer betroffen sind von der internationalen Wirtschaftskrise. Gerade die regenerativen Energien in Ländern wie Spanien und Russland verschaffen dem Konzern gute Entwicklungschancen. Schon jetzt kann sich ein Umsatzplus von drei Prozent sehen lassen. In Euro entspricht das Wachstum einem Wert von 42,5 Milliarden Euro.
Tags: E.ON, Energiekonzern, Gewinne, regenerative Energien, Steuern, Umsatz


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