HRE Chef Wieandt erhielt Sonderzahlung
Mi, Aug 12, 2009
Kaum eine Geschichte erregte in Deutschland die Gemüter im Zuge der Krise so sehr wie die der Münchener Immobilienbank Hypo Real Estate. Im Zuge der Verstaatlichung wurde viel diskutiert, ob Manager einer maroden Bank tatsächlich Ansprüche auf Sonderzahlungen haben können, wenn sie sprichwörtlich gesehen das Institut vor die Wand gesetzt haben.
Nun wurde eine Pressemeldung über das Magazin Stern veröffentlicht, nach deren Inhalt der Chef der HRE sich kurz vor der Umsetzung der Pläne zur Verstaatlichung der Bank eine üppige Sonderzahlung gegönnt haben soll. Immerhin eine halbe Million Euro wird in der Meldung als Bonus genannt für Axel Wieandt. Dabei soll die Leistung erstattet worden sein, weil zuvor eine Kürzung des Gehalts vorgenommen worden war. Diese Kürzung jedoch war infolge der Rettungspläne für die HRE durch den Staat umgesetzt worden.
Dabei ging es um die Regelung, dass für Manager von Banken mit staatlicher Finanzhilfe maximal halbe Million Euro als Obergrenze für die Gehälter vorgeschrieben wurden im Zuge des Konjunkturprogramms und der Aufstellung des Rettungsfonds für die Bankenbranche, SoFFin. Rein juristisch ist das Vorgehen durch eine Lücke im Gesetz möglich geworden. Denn im Gesetz zur Stabilisierung der Finanzmärkte gilt die Gehaltsobergrenze nur für Geldzuflüsse von staatlicher Seite. Im Falle von Bürgschaften gilt die Richtlinie nicht.
Tags: Gehaltsobergrenze, HRE, Hypo Real Estate, SoFFIn, Sonderzahlung, Verstaatlichung, Wieandt


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