Arcandor Aktionärin Schickedanz könnte leer ausgehen
Mo, Aug 24, 2009
Vor wenigen Wochen stießen die Äußerungen der Arcandor-Großaktionärin Madeleine Schickedanz auf heftige Kritik, in der sie zu bedenken gab, dass auch ihr das Geld ausgehe infolge der drohenden Insolvenz. Doch aktuell bestätigen sich die Aussagen. Und zwar insofern, als dass natürlich nicht nur die Quelle-Erbin Schickedanz als ehemals eine der reichsten Milliardärinnen mit heftigen Verlusten konfrontiert sieht.
Im Zuge der Insolvenz des Karstadt-Konzerns wird neben der Aktionärin auch die bekannte Privatbank Sal. Oppenheim aller Wahrscheinlichkeit nach nichts von ihrem Kapital wieder sehen. Das jedenfalls lassen die Meldungen des Insolvenzverwalters derzeit durchblicken. Der Grund ist der, dass weder Sal. Oppenheim noch die Großaktionärin Schickedanz zu den vorrangigen Gläubigern des Unternehmens gezählt werden. Nur dann, wenn nach Befriedigung der Hauptforderungen gegen das Unternehmen noch ausreichende Mittel in Form in Form von Eigenkapital verfügbar sind, können nachrangige Aktionäre auf Rückzahlungen hoffen.
Dass mit einem solchen Ausgang zu rechnen sei, sieht der Verwalter nach jetzigem Stand eher nicht. Damit ist Frau Schickedanz einerseits das wohl bekannteste Opfer des Untergangs des Unternehmens Arcandor. Ihr Aktienpaket ist nun statt der einstigen drei Milliarden Euro nur noch rund 20 Millionen Euro wert. Auch auf das weitere Vorgehen beim möglichen Verkauf von Konzern-Sparten haben die Anleger keinen Einfluss mehr.
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