Frankreich bringt Gesetz zu Bonuszahlungen bei Banken
Mi, Aug 26, 2009
Was im Falle staatlicher Intervention bereits möglich ist, will der französische Staatspräsident Sarkozy in seiner Heimat grundsätzlich gesetzlich verankern. Neue Regeln für die Bankenbranche sollen dafür sorgen, dass Bonuszahlungen nicht nur deutlich intensiver kontrolliert, sondern zudem auch reglementiert werden sollen. Die Banken sollen in Zukunft ihren Mitarbeitern nicht mehr in der bisher einfachen Art und Weise üppige Boni versprechen dürfen.
Dies machte Präsident Sarkozy in einem Spitzentreffen mit den Chefs der französischen Banken deutlich. Doch damit nicht genug. Wenn es nach Sarkozy gehen sollte, würde ein solches Gesetz schon bald in der ganzen Welt geschaffen. Wie so oft richtet sich Frankreichs Präsident zu allererst an seine Kollegin aus Deutschland. Bundeskanzlerin Angela Merkel solle dafür sorgen, dass auch hierzulande wie in Frankreich Reformen für Bonuszahlungen zügig umgesetzt werden.
So erhalten etwa die Wertpapierhändler im Nachbarland Frankreich keine Prämien mehr als Einmalzahlungen. Nur ein Drittel der Bonuszahlungen darf in Form von Aktien gewährt werden. Der Rest der Prämien wird zeitlich versetzt ausgezahlt. Auf diese Weise funktioniert das französische Malus-System, bei dem sich mögliche Verluste der Banken am Ende des Jahres auch auf die Extras für die Banker negativ auswirken. So sollen zukünftig nur die Mitarbeiter auch profitieren können, die ihren Unternehmen selbst Profit verschaffen.
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