Commerzbank peilt Gewinne für 2010 an
Di, Sep 1, 2009
Eigentlich galt die zweitgrößte deutsche Bank als eines der Institute, das von der Krise im Bankensektor am heftigsten getroffen worden ist. Doch allen Auswirkungen der vergangenen zwei Jahre zum Trotz, geht man bei der Commerzbank davon aus, dass bereits im Jahr 2010 wieder Gewinne in den Bilanzen erscheinen könnten. Das Überraschende an diesen Meldungen: Bis dato hatte man die vorsichtige Hoffnung geäußert, erst im übernächsten Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben zu können.
Doch Martin Blessing, der Chef der Commerzbank, mutmaßte in aktuellen Statements, dass der Moment der Gewinne schon früher erreicht werden könnte. Erstmals zurück in der Zone der Steuerpflicht war die Commerzbank bereits im 2. Quartal 2009. Blessing erwartet für die kommenden Quartale weiterhin eine Verbesserung der Unternehmensergebnisse. Allerdings ist ein anderes Ziel das wichtigste für den Chef der Bank.
Zuallererst will man dafür sorgen, dass der Konzern schnellstmöglich die Staatshilfen zurückerstattet, die vom Bund im Zuge der Teilverstaatlichung eingebracht worden waren. Erfolgen sollen die Rückzahlungen mithilfe der Gewinne, die sowohl durch den Verkauf verschiedenen Unternehmenssparten und weitere Aktienausgaben erzielt werden sollen oder bereits realisiert wurden. Insgesamt ist der Bund derzeit im Besitz von 25 Prozent und einer Aktie an der Commerzbank. Von diesem staatlichen Mitspracherecht möchte sich die Commerzbank also möglichst zügig wieder befreien
Tags: 2010, Bund, Commerzbank, Gewinne, Großbanken, Rückzahlung, Staatshilfen, Teilverstaatlichung


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