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Ver.di: Ab Herbst drohen Streiks bei der Deutschen Post

Di, Sep 1, 2009

Wirtschaft

Von einem möglichen heißen Herbst spricht man derzeit in Meldungen der Ver.di. Auslöser der Ankündigungen der Arbeitnehmervertreter ist das Vorhaben des Post-Vorstandes, der eine eigentlich im Dezember anstehende Lohnerhöhung am liebsten auf das Jahr 2010 verschieben würde. Drei Prozent mehr Lohn sollen die Arbeitnehmer eigentlich Ende des Jahres entsprechend den Tarifverhandlungen erhalten, dafür soll die wöchentliche Arbeitszeit auf 40 Stunden angehoben werden.

Die Pläne zur Verschiebung der Lohnerhöhungen nahm bei Ver.di als Anlasse, erste Kampfansagen zu tätigen. Schon für diesen Monat kündigte die Vize-Chefin von Ver.di erste Betriebsversammlungen bei der Pos geben, die für ganze Tage angesetzt sind. Dies wird zu ersten Einschränkungen für die Kunden sowie die Briefzustellung nach sich ziehen. Damit nicht genug. Es droht ein erheblicher Konflikt, sollte sich das Management der Deutschen Post zu einer Auslagerung von Arbeitsplätzen in andere Gesellschaften entscheiden, so die Ankündigung des Ver.di-Bundeschefs Frank Bsirske.

Erste Meinungen aus dem Vorstand der Post in dieser Sache gibt es bereits. So äußerte das Vorstandsmitglied Gerdes schon vor einer Weile, dass neue Mitarbeiter der Post direkt einen Platz in der Post-Tochtergesellschaft First Mail finden könnten. Der Vorteil für den Arbeitgeber: Dort wird der Briefträger-Mindestlohn gezahlt, der mit nicht einmal zehn Euro pro Stunde wesentlich niedriger als im eigentlichen Unternehmensgeflecht der Post liegt. Umfangreiche Streiks ab Herbst sind dementsprechend relativ wahrscheinlich, wenn der Post-Vorstand an seinen Plänen festhält.




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