Opel Betriebsrat kritisiert RHIJ Angebot für Konzernübernahme
Mi, Sep 2, 2009
Es will einfach keine Ruhe einkehren beim Autohersteller Opel. Erneut hatte der belgische Interessent RHJI eine Korrektur seines bisherigen Angebotes für die Übernahme der General Motors-Tochter Opel vorgenommen. Doch auch diese Offerte will vor allem dem Betriebsrat bei Opel nicht so recht munden. So bezeichnete Klaus Franz, der amtierende Chef des Opel-Gesamtbetriebsrates, das Angebot aus Belgien als eines, das höchstens als werbewirksamer Mediengag eingestuft werden könne.
Zudem gibt es beim Betriebsrat Zweifel an den ernsten Hintergründen des Kaufangebotes vonseiten des Finanzinvestors RHJI. Inzwischen setzen die Arbeitnehmer im Hause Opel dementsprechend voll auf den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna, der ebenfalls noch weiterhin im Rennen ist. RHJI, so die Kritik aus dem Opel-Mitarbeiterkreis, spiele nicht nur mit der renommierten Marke, vor allem spiele man mit dem Unternehmen und somit auch mit den Arbeitsplätzen im wirtschaftlich stark angeschlagen Konzern.
Erst am gestrigen Abend wurde verkündet bei RHJ International, dass man im neuen Angebot anstelle der bisher eingeplanten 3,8 Milliarden Euro Staatshilfen nur noch 600 Millionen Euro weniger in Anspruch nehmen wollen. Auch den Eigenkapitalanteil würde man im Falle eines Zuschlags um 25 Millionen Euro auf nun 300 Millionen Euro anheben. Fraglich für den Betriebsrat ist nun: Wie soll die Differenz zwischen geringerer Staatshilfe und erhöhtem Eigenkapital ausgeglichen werden? Die Befürchtungen gehen dahin, dass einmal mehr die Opelaner dafür bezahlen müssen, oder Opel doch in Kleinteile zerlegt werden könnte.
Tags: Angebot, Übernahme, Betriebsrat, Eigenkapital, Magna, Mitarbeiter, Opel, Opelaner, RHIJ, Staatshilfen


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