Quelle-Erbin Schickedanz in der Kreditmisere
Mi, Sep 2, 2009
Nicht jeder hat die Aussagen von Arcandor-Großaktionärin Madeleine Schickedanz ernst genommen, vielfach wurde die Milliardärin eher belächelt oder gar beschimpft, als sie davon sprach, sie und ihr Mann müssten nach der Pleite des Konzerns inzwischen auch beim Discounter an der Ecke einkaufen. Doch nach und nach stellt sich heraus: So ganz unbegründet sind die Sorgen der Aktionärin Schickedanz im Zuge der Insolvenz des Arcandor-Konzerns nicht.
Denn für den Kauf der Aktien des Unternehmens war auch Privatvermögen verpfändet worden. Dieses Vorgehen rächt sich nun, denn Frau Schickedanz ist aus Sicht der Insolvenzverwalter beim besten Willen nicht im Kreis der Gläubiger, die mit einer Rückzahlung ihrer Investitionen rechnen dürfen. Somit wird auch die Quelle-Erbin Schickedanz für ihre Beteiligung am Unternehmen Arcandor finanziell gerade stehen müssen.
Nach Pressemeldungen sieht die Haftung der Aktionärin keineswegs rosig aus: So soll sie im Herbst 2008 beim Münchener Bankhaus Sal. Oppenheim Kredite aufgenommen, die als Gegenwert allem entsprechen, was die Aktionärin hierzulande besitzt. Die Grundschulden in den Grundbüchern des Familienanwesens belaufen sich auf die stolze Summe von 215 Millionen Euro. Sollte nun die Rückzahlung der Kreditschulden bevorstehen, müsste sich Frau Schickedanz den Meldungen zufolge von einem Minimum von elf Immobilien bzw. Grundstücken trennen. Dabei hatte die Anteilseignerin mit den Krediten nur versucht, die Karstadt-Mutterunternehmen Arcandor vor dem Aus zu bewahren.
Tags: Arcandor, Großaktionärin, Haftung, Insolvenz, Karstadt, Kredite, Quelle, Sal. Oppenheim, Schickedanz


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