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Krise trifft laut IAB vor allem produzierendes Gewerbe

Do, Sep 3, 2009

Analysen

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung aus Nürnberg hat sich erneut mit der Frage beschäftigt, wie gravierend die deutschen Unternehmen und Betriebe überhaupt wirtschaftlich von der globalen Krise in Mitleidenschaft gezogen werden. Mit dem Ergebnis, dass in den Monaten April bis Juni etwa 39 Prozent der Unternehmen von Auswirkungen auf das eigene Geschäft betroffen waren. Doch nur in sieben Prozent aller Fälle sei eine Gefahr für Existenz der Firmen tatsächlich erkennbar gewesen.

So das Ergebnis der aktuellen Studie, die maßgeblich auf einer repräsentativen Umfrage basiert, für die rund 8000 Unternehmen zu ihrer individuellen wirtschaftlichen Situation befragt wurden. Große Differenzen zwischen den Statements großer und kleinerer deutscher Unternehmen sind nach Aussage des IAB kaum zu erkennen. Vielmehr seien fast alle Bereiche der deutschen Wirtschaft inzwischen in irgendeiner Form von den Auswirkungen spürbar erwischt worden.

Besonders in der Produktion jedoch leidet knapp jedes zweite Unternehmen direkt unter der vorherrschenden Wirtschaftskrise. Demgegenüber steht der Sektor für Dienstleistungen, der weit weniger schlimm betroffen ist. Als interessant erachten die Experten des Institutes die Erkenntnis, dass die für die Krise maßgeblich verantwortliche Finanzbranche weniger schlimm als andere Wirtschaftszweige zu leiden habe. Entlassungen müssen übrigens nur knapp elf Prozent der Unternehmen als Lösung wirtschaftlicher Probleme nutzen.




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