Commerzbank gibt Garantien zurück und will wieder unabhängig werden
Mi, Sep 9, 2009
Vor allem bei den Anlegern war die Teilverstaatlichung der Commerzbank ein bedenklicher Schritt, der angesichts der wirtschaftlichen Konsequenzen für das Bankenhaus kaum vermeidbar war. Stück für Stück befreit sich die Commerzbank nun aber wieder von den Garantien und Kapitalhilfen, die von der Bundesregierung bzw. dem Rettungsfonds SoFFin erbracht worden waren, um die Commerzbank während der Wirtschaftkrise vor weiteren Verlusten zu bewahren.
Zunächst kündigte die Commerzbank an, Garantien in einem Gesamtumfang von rund zehn Milliarden Euro zurückzugeben. Die besagten Garantien hatte die Bank nicht benötigt. Zukünftig setzt man wieder auf den eigenen Namen auf dem Markt, um sich frisches Kapital zu beschaffen. Doch damit ist die Bank längst nicht am Ende ihrer Befreiungsaktion angelangt. Auch die so genannten stillen Einlagen in Höhe von 16,4 Milliarden Euro, über die der Staat mit 25 Prozent und einer zusätzlichen Aktie an der Commerzbank beteiligt ist, sollen im Jahr 2012 zurückerstattet werden.
An der Börse sorgten die Meldungen für einigen Wirbel. Nach dem Bericht über die angestrebte Wiedererlangung der früheren Unabhängigkeit kletterte der Aktienkurs der Commerzbank deutlich. Zwischenzeitlich legte die Aktie über 13 Prozent zu und stieg damit erneut an, nachdem schon die vergangenen Tage an der Deutschen Börse Grund zur Freude waren für die Aktionäre.
Tags: Commerzbank, Garantien, Rettungsfonds, SoFFIn, Staatshilfen, Unabhängigkeit


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