Kleinwort Banker klagen auf Bonuszahlungen
Mi, Sep 9, 2009
Im Zuge der Übernahme der Dresdner Bank wurde auch das britische Unternehmen Dresdner Kleinwort in das Geflecht der Commerzbank integriert. Als eine der ersten Amtshandlungen hatte die neue Mutter Commerzbank geplante Bonuszahlungen für die Mitarbeiter bei der britischen Investmentbank verboten. Damit wollen sich die Banker jedoch nicht zufrieden geben und wollen nun gerichtlich zu ihrem Recht und in den Besitz der ausstehenden 34 Millionen Euro Bonusgelder gelangen. Die entsprechenden Klageunterlagen der Dresdner Kleinwort-Mitarbeiter wurden am gestrigen eingereicht.
Der Vorwurf geht dahin, dass das neue Mutterunternehmen statt der gesamten vereinbarten Zahlungen nur rund ein Zehntel der Mittel erstattet hatte. Damit nicht genug, pochen die (ehemaligen) Mitarbeiter auch auf die Erstattung etwaiger Zinsen. Für die Commerzbank als neuer Eigentümer der Dresdner Kleinwort war die Kürzung des vormals auf 400 Millionen Euro festgelegte Bonus-Portfolio auf ein Minimum die logische Konsequenz, nachdem die Gewinne des Unternehmens eingebrochen war und nur eine Teilverstaatlichung für ein Überstehen der Wirtschaftskrise garantieren konnte.
Unanhängig von der Klage rührt sich nicht nur in Deutschland Widerstand gegen vermeintliche staatliche Vorgaben für die Festlegung von Boni für Mitarbeiter bei den Banken. So sieht etwa Deutsche Bank-Chef Ackermann die Millionensummen für Manager als Bonus für die einzige Möglichkeit, um auch weiterhin Spitzenkräfte aus dem Ausland in die deutsche Bankenbranche zu lotsen.
Tags: Ackermann, Banker, Bonuszahlungen, Commerzbank, Dresdner Kleinwort, Gericht


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