EU warnt vor Explosion der Staatsschulden
Do, Sep 10, 2009
Fast alle Regierungen innerhalb der Europäischen sahen sich im Verlaufe der Krise dazu gezwungen, in der einen oder anderen Form Mittel bereitzustellen, um Unternehmen – nicht nur aus der Bankenbranche – vor der drohenden Pleite zu retten und die Binnenwirtschaft vor dem endgültigen Zusammenbruch zu bewahren. Diese Intervention könnte die Staaten nun teuer zu stehen kommen, so die Befürchtungen der Kommission der Europäischen Union.
Denn in so manchem Land der Staaten-Gemeinschaft könnte die Staatsverschuldung weiter ausufern und die Ländern selbst in ernste wirtschaftliche Schieflage bringen. Gemeint sind mit diesen Hinweisen vor allem Nationen wie Irland oder Großbritannien. Die EU rät diesen Regierungen nun zu schnellstmöglichem Umschwenken von der momentanen politischen Richtung auf einen strengen Sparkurs, um die Explosion der Schuldenberge zu verhindern. Eine Vorbildfunktion weisen die Experten der EU dabei unter anderem Spanien zu.
Dort hat die amtierende Regierung bereits mit Steuererhöhungen den Kampf gegen die Verschuldung aufgenommen. In Irland sieht es besonders schlimm aus. Dort könnte sich die Schuldensumme nach dem EU-Prognosen auf rund 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts dramatisieren. Doch auch für Großbritannien sieht man mit einem möglichen Wert von 180 Prozent des BIP schwarz. Und diese Zahlen sind nur dann erreichbar, wenn keine Konjunkturmaßnahmen ergriffen werden in den Ländern.
Tags: BIP, Bruttoinlandsprodukt, EU, Finanzkrise, Großbritannien, irland, Kommission, Staatsschulden, Verschuldung


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