Magna hält an Opel Entlassungen fest
Di, Sep 15, 2009
Als wären die Gerüchte über mögliche Investitionen der deutschen Magna-Fördermittel in Russland nicht dramatisch genug. Nun hat das Unternehmen zwar die Vorwürfe vom Tisch gefegt, dafür heißt es nun offiziell, dass man nach der Übernahme des deutschen Autobauern vom bisherigen Mutterkonzern General Motors Stellenstreichungen in einer Größenordnung von 4000 Arbeitsplätzen vornehmen wird.
Damit sind nur die Zahlen für die deutschen Standorte genauer beziffert. In Rüsselsheim sollen vor allem Jobs im Verwaltungssektor wegfallen, während die Entlassungen in den Werken Eisenach, Bochum und Kaiserslautern im Bereich Produktion vorgenommen werden sollen. Die Meldungen beruhen dabei auf dem bereits Ende Mai eingereichten Konzept aus dem Hause Magna, in dem von der besagten Zahl an Streichungen die Rede ist. Bestätigt wurde das Vorhaben nun auch vom Chef des Konzerns Magna.
Siegfried Wolf gab bei seinem Besuch der Internationalen Automobilausstellung zu Protokoll, dass man an den bisherigen Plänen in dieser Sache festhalten werde. Die 4000 deutschen Stellen bei Opel sind nur knapp 40% aller Entlassungen. Insgesamt sollen rund 10 500 Jobs der insgesamt 50.000 Opel-Arbeitsplätze verloren gehen. Auf eine Schließung müssen sich schon jetzt die Opelaner in Antwerpen einstellen. Die Wahrscheinlichkeit eines Einspruchs durch die Europäische Union sieht man bei Magna als denkbar gering an.
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