Weltweit weniger Millionäre durch Aktienmarkt-Einbrüche
Di, Sep 15, 2009
Für viele Durchschnittsverdiener sind die Klagen von Reichen wie der Arcandor-Großaktionärin Schickedanz vor allem das altbekannte Jammern auf hohem Niveau, das Altkanzler Schmidt den Deutschen einigen Jahren als unangenehme Zugend attestiert hatte. Und natürlich traf und trifft die Wirtschaftskrise vor allem die kleinen Arbeitnehmer. Dennoch wird zwar die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland nach dem Ende der Kurzarbeit durch etliche Entlassungswellen weiter ansteigen. Und trotzdem hat die Krise auch für die Wohlhabenden dieser Welt einen wesentlichen Einschnitt dargestellt.
Viele Vermögen sind durch die Einbrüche auf den Aktienmärkten erheblich dezimiert worden. Einer aktuellen Studie zufolge gibt es weltweit „nur“ noch rund neun Millionen Haushalte, die über ein Vermögen von mindestens einer Million US-Dollar verfügen. Insgesamt gibt es in den USA noch immer die meisten Millionäre, doch Nordamerika musste inzwischen die vormalige Führungsposition in der Liste des Unternehmens Boston Consulting Group abgeben. Wie so oft ist es auch hier die Lehman-Pleite, die viele Reiche einen großen Anteil ihres Vermögens gekostet hat. Die verwalteten Vermögenswerte insgesamt auf der Welt gaben im vergangenen Jahr 2008 um drastische 11,7 Prozent nach.
Insgesamt belaufen sie sich nur noch auf umgerechnet 63,3 Billionen Euro. Der Rückgang der Dollar-Millionäre beläuft der Statistik zufolge auf 17,8 Prozent. Europas Reiche trifft die Krise dabei mit einem Minus von 5,8 Prozent weitaus weniger stark als die USA. In Lateinamerika hingegen konnte sich die Millionärszahl sogar steigern. In Europa ist Deutschland übrigens auch weiterhin die Nummer Eins, hier werden rund 4,6 Billionen US-Dollar als Vermögenswerte verwaltet.
Tags: Aktienmärkte, Boston Consulting Group, Deutschland, Finanzkrise, Lehman Brothers, Millionäre, Ranking, USA, Verluste


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