Krise führt zu deutlich höheren Staatsschulden
Mo, Sep 21, 2009
Die Wirtschaftskrise haben längst nicht nur die Unternehmen und die Verbraucher zu spüren bekommen. Auch bei Staat selbst kann die Finanzkrise deutlichen Spuren hinterlassen. Dies zeigt sich momentan am Haushaltsdefizit der Bundesregierung. Kosten in Milliardenhöhe sind dem Bund entstanden, weil er mit Maßnahmen zur Rettung der Konjunktur intervenieren musste. Im ersten Halbjahr dieses Jahres ist die Gesamtschuldenlast des Staates auf eine Summe von mehr als 1,6 Billionen Euro gestiegen, so die Angaben der Statistiker beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden.
Wie das Minus in der Staatskasse wieder gestopft werden soll, dazu hat die Bundeskanzlerin eine klare Einstellung. Das wieder aufkeimende Wachstum der deutschen Wirtschaft soll zügig dazu führen, dem Haushalt wieder auf die Sprünge zu helfen. Im Vergleich mit dem Sommer des Jahres 2008 liegen die Schulden des Staates auf dem Kreditmarkt derzeit um etwa 7,2 Prozent höher, dies entspricht einem Zuwachs von 107,5 Milliarden Euro.
Einbezogen sind hier die Schulden des gesamten Staates mit Bund, Ländern sowie die Gemeinden im gesamten Bundesgebiet. Erwartungsgemäß ist das Schuldenplus bei Bund am heftigsten ausgefallen, in nur einem halben stieg die Verschuldung hier um 7,5 Prozentpunkte auf insgesamt 1,028 Billionen Euro an. Dabei gehen nur knapp weniger als 45 Milliarden Euro auf das Konto des so genannten Finanzmarktstabilisierungsfonds.
Tags: Bund, Bundeshaushalt, Finanzkrise, Gemeinden, Haushaltsdefizit, Länder, Staatsschulden


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