Allianz beendet Wall Street Engagement
Di, Sep 22, 2009
Veränderte Rahmenbedingungen erfordern gerade im wirtschaftlichen Umfeld zeitnahe Reaktionen. So geschieht es nun derzeit auch nach der heftigsten Phase der Finanzkrise bei der Allianz. Wie etliche andere deutsche Unternehmen vor ihr, zieht sich auch die Allianz von der Wallstreet zurück. Dabei war das Unternehmen erst vor rund neun Jahren in den New York Stock Exchange, den NYSE, aufgenommen worden.
Für die größte Versicherungsgesellschaft Europas ist dieser Schritt die logische Reaktion auf das weiterhin ausbleibende große Interesse aus dem Ausland. Die erzielte Einsparung durch den Rückzug von fünf Millionen Euro wird dabei nicht als Anreiz gesehen. New York ist zudem nicht der einzige Standort, von dem sich die Allianz schleunigst verabschieden wird. Nach derzeitigen Konzernmeldungen steht der Rückzug auch für die Börsen von Paris, Mailand, London und die Schweiz bevor.
Vor dem Münchener Unternehmen Allianz hatten bereits Konzerne wie BASF, Bayer und der Chiphersteller Infineon das Geschäft an der Wall Street zu den Akten gelegt, nachdem die erhoffte Nachfrage weiterhin ausgeblieben war. Back to the roots – so das neue, alte Motto bei der Allianz. Zukünftig will man sich wieder auf die Frankfurter Börse konzentrieren. Die geschäftliche Ausrichtung soll sich nicht verändern infolge des Börsen-Rückzugs. Der Wall Street Ausstieg soll aller Wahrscheinlichkeit nach der 23. Oktober werden.
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