Erneut Datenaffäre im Umfeld der Telekom?
Mo, Okt 5, 2009
Sie reißen einfach nicht ab, die Meldungen über gravierende Mängel beim Datenschutz und wahrscheinliche Bespitzelungen der eigenen Mitarbeiter. Im vorliegenden Fall muss sich erneut die Deutsche Telekom mit Unregelmäßigkeiten beim Umgang mit vertraulichen Kundendaten auseinandersetzen. Die Publikmachung vonseiten der Telekom lässt jedoch erkennen, dass es in diesem Fall nicht der Konzern selbst – vielmehr sei es im Umfeld externen Unternehmen, mit denen die Telekom kooperiert zu unerlaubten Kunden-Werbeaktionen sowie widerrechtlichen Zugängen zu Kundendaten gekommen.
In dieser Sache hat die Deutsche Telekom denn nun auch etliche Abmahnungen ausgesprochen gegen die ehemaligen Partner, darüber hinaus wurden Zusammenarbeiten fristlos beendet, in Einzelfällen sei es zu Strafanzeigen gekommen, so die Pressestelle der Bonner Konzernzentrale. Es handele sich um vier Partner aus dem Vertrieb, die sich nicht an die geltenden Datenschutzbestimmungen gehalten hätten. Im Zuge dieser Erkenntnisse verlangt die Telekom von diesen vormaligen Partnern zudem die Erstattung von gezahlten Provisionen mit einem Gesamtvolumen von rund 1,5 Millionen Euro.
Unberechtigt waren auf dem telefonischen Wege Anschlüsse im Festnetzbereich für die Telekom verkauft worden, bzw. es waren Provisionen für diese Maßnahmen gezahlt worden, die eigentlich nur für Abschlüsse in Filialen des Unternehmens selbst üblich seien. Konsequenzen für Vertriebs-Kooperationen will man bei der Telekom jedoch nicht aus dem Vorfall ziehen. Eher strebt man nun striktere Vorgaben mitsamt genauerer Überprüfung der Einhaltung selbiger an. Hängen bleiben wird nach den Problemen in Sachen Datenschutz seit Frühjahr 2008 nun wieder einmal vor allem an der Telekom selbst so manche Kritik der Kundschaft.
Tags: Datenaffäre, Festnetz, Kunden, Mitarbeiter, Provisionen, Telekom, Verträge, Vertriebspartner


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