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Zulieferer Paragon nächstes Opfer der Automobilkrise

Mo, Okt 5, 2009

Nachrichten

So wirklich war wohl niemand davon ausgegangen, dass die Krise in der Automobilbranche mit ein paar Milliarden schweren Konjunkturprogrammen oder Maßnahmen wie der deutschen Abwrackprämie bereits überstanden sein könnte. Und so wundert sich vermutlich auch kaum jemand über die aktuelle Meldung des Zulieferer-Unternehmens Paragon. Ähnlich wie manch anderer Mitbewerber muss auch Paragon eingestehen, dass man von einer Zahlungsunfähigkeit heimgesucht wurde, aus der nur noch eine so genannte planmäßige Insolvenz helfen kann.

Die Folge an der Börse war ein Absturz der Unternehmensaktie in einem Umfang von zwischenzeitlich mehr als 60 Prozent. Auch Paragon zählt sich zu den Opfern der herrschenden Überproduktionen in der gesamten Autobranche. Sinkende Absätze bei den Herstellern bringen viele Zulieferer verstärkt in die Existenzängste. Die konjunkturellen Maßnahmen konnten nach Einschätzung von Insidern lediglich aufschiebende, nicht jedoch bereinigende Wirkung haben. Der Vorstand des Unternehmens Paragon strebt nun eine selbst verwaltete Insolvenz an.

Doch während viele Experten den Konzern als Bestätigung der derzeitigen Krise sehen, gibt der Unternehmensvorstand nicht nur zu einem kleinen Anteil den Banken die Schuld an der Pleite. Zu lange habe es gedauert, bis sich die Kreditgeber zu einer Lösung durchrangen, obwohl eine deutliche Verbesserung bei der Auftragslage zu beobachten gewesen sei. Wer immer die Schuld trägt, betroffen sein werden nun wahrscheinlich erst einmal die normalen Arbeitnehmer.




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  • Peter Kulman: Unglaublich, das Unternehmen hat selbst über 3 Milliarden Schulden, und das Geld vom Börsengang geht...
  • Reiner Tiroch: Na, was würde wohl der Prüfer bei den unseren Banken alles so feststellen wo doch alle so unschuldig...
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