Deutlich weniger Milliardäre in Deutschland
Di, Okt 6, 2009
Bisher war in den Medien eher von russischen Oligarchen und US-Unternehmern die Rede, wenn es darum ging, anhand der immensen Verluste bei den so genannten Superreichen das tatsächliche Ausmaß der Wirtschaftskrise deutlich zu machen. Dabei ist der Blick nach Moskau oder über den großen Teich im Grunde gar nicht notwendig, wie die gerade veröffentlichten Fakten des Manager Magazins schnell erkennen lassen. Denn auch in Deutschland ist es keineswegs einzig und allein die Erbin des Quelle-Imperiums, Madeleine Schickedanz, die im Zuge der Arcandor-Pleite als Großaktionärin einen Großteil ihres Vermögens einbüßte.
Auch die anderen reichsten Bundesbürger wurden von der Finanzkrise schwer getroffen. Waren es noch 2008 insgesamt 122 Deutsche, die auf ein Vermögen in Milliardenhöhe blicken konnten, sind es schon in diesem Jahr nur noch 99 Exemplare dieser seltenen Spezies. Dies zeigt die neue Liste der 300 reichsten Deutschen. Selbige wird auch weiterhin von den Aldi-Besitzern, den Brüdern Albrecht angeführt.
Herbe Verluste musste nicht nur Milliardärin Schickedanz hinnehmen, auch im Hause Porsche und beim Familienunternehmen Schaeffler sind die Krisenspuren deutlich erkennbar. Unbeeindruckt davon: die Finanzen der Gründer der Discounterkette Aldi. Hier beläuft sich der Liste nach das geschätzte Vermögen auf 17,35 Milliarden Euro im einen und 16,75 Milliarden Euro im anderen Fall. Das Gesamtvermögen der 100 reichsten Deutschen sank um rund 12 Prozent auf „nur“ noch 285,6 Milliarden Euro.
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