Tagung des IWF von Protesten überschattet
Di, Okt 6, 2009
Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklungen in den vergangenen Monaten der Wirtschaftskrise hatten viele Sicherheitsexperten ohnehin damit gerechnet, dass die aktuelle Tagung des Internationalen Währungsfonds von heftigen Protesten bedroht sein würde. Und so sind die derzeitigen Bilder aus der türkischen Metropole Istanbul für niemanden wirklich überraschend.
So skandieren Demonstranten aus aller Welt Parolen für die Freiheit und fordern im Grunde die Abschaffung des IWF. Immer wieder kommt es derzeit zu direkten Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Die Scheiben von Banken werden eingeworfen, inzwischen spricht die Polizei von mehreren Hundert Festgenommenen. In Istanbul findet gerade die Jahrestagung des IWF und der Weltbank statt. Grund der Proteste sind vor allem die Debatten um verstärkte Mitsprache für die so genannten Entwicklungsländer.
Kapitalismus- und Globalisierungsgegner aus allen Teilen der Welt halten die Gespräche über stärkere Beteiligung der Entwicklungsländer für fadenscheinig und werfen den Industrienationen und den Banken vor, auch weiterhin auf Kosten benachteiligter Ländern enorme Gewinne erwirtschaften zu wollen. Für die Gegner des Kapitalismus ist gerade der Internationale Währungsfonds seit seiner Gründung so etwas wie das Sinnbild von Ausbeutung und Reglementierung durch Reformvorgaben, unter den arme Staaten lange zu leiden hatten.
Tags: Banken, Entwicklungsländer, Globalisierung, Industrienationen, IWF, Jahrestagung, Kapitalismus, Proteste, Reformen, Währungsfonds, Weltbank


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