US-Haushalt im Haushaltsjahr mit enormem Defizit
Do, Okt 8, 2009
In der Zeit vor dem Ausbruch der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise waren Meldungen über Rekordwerte eher etwas Positives, worüber sich die Unternehmen und ihre Anleger meist freuen konnten. Im Falle des neuen Rekords gilt es jedoch eher weiterhin Sorgen zu machen. So darf man getrost davon ausgehen, dass die USA es für das zurückliegende Haushaltsjahr 08/09 auf ein Defizit mit Rekordniveau bringen wird. Dies lässt eine aktuelle Schätzung des CBO, des kongressinternen Haushaltsbüros momentan jedenfalls vermuten.
Nach den bisherigen Einschätzungen wird sich das Defizit des US-Haushaltes mit diesem Jahr auf eine Gesamtsumme von umgerechnet rund 960 Milliarden Euro belaufen. Dieser Wert entspricht nicht nur fast einem Zehntel des gesamten US-Bruttoinlandsproduktes. Tatsächlich entspricht dieser Wert neben dem besagten Zehntel des BIP auch dem schlechtesten Haushaltswert seit immerhin 64 Jahren, also seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Die endgültigen Zahlen wird das Finanzministerium zur Monatsmitte bekannt geben.
Dass die Kosten der Konjunkturprogramme zur Stabilisierung der US-Wirtschaft aber enorme Kosten verursacht haben, daran ist nichts zu rütteln. Zum Vergleich: Im vorherigen Haushaltsjahr betrug das Defizit zur 3,2 Prozent des BIP. Einziger – wenngleich schwacher – Trost ist die Tatsache, dass man das Minus im Haushalt ursprünglich noch höher vorhergesagt hatte. Einen Beitrag zur schlechten Entwicklung leisteten auch die sinkenden Steuereinnahmen in den USA. Die aktuellen Zahlen belasten einmal mehr auch den US-Dollar.
Tags: BIP, Bruttoinlandsprodukt, Defizit, Finanzkrise, Haushalt, Kongress, Konjunkturprogramme, Unternehmen, USA, Wirtschaft


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