Wirtschaftskrise zunehmend für hochqualifizierte Arbeitnehmer eine Bedrohung
Mo, Okt 12, 2009
Bisher ging man vor allem davon aus, dass die Maßnahmen der Kurzarbeit oder Entlassungen vor allem die Arbeitnehmer mit niedrigem Qualifikationsniveau betrafen. Doch die aktuelle Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes stellt die Lage auf dem Arbeitsmarkt als durchaus nicht so eindeutig dar. So ist die Arbeitslosigkeit bei den Bürgern mit Fachhochschule und Abitur im vergangenen Jahr gravierend angestiegen.
Um rund ein Viertel ist die Arbeitslosigkeit in diesem Bereich laut DGB gestiegen. Der Anstieg bei den Arbeitnehmern mit Hauptschulabschluss oder Mittlerer Reife fällt der Studie demnach weniger deutlich aus. Als Grund sehen die Experten für Arbeitsmarktpolitik vor allem einen Punkt: Die Unternehmen sind momentan schlichtweg in vielen Bereichen nicht imstande, um hochqualifizierte und dementsprechend gut bezahlte Fachkräfte einzustellen.
Somit steht fest, dass auch eine gute Schul- und Berufsausbildung nicht grundsätzlich vor der Arbeitslosigkeit schützen kann. In der Unterteilung in Ost- und Westdeutschland liegt die Arbeitslosigkeit bei den Menschen mit Abitur bei 13,8 bzw. 15,8 Prozent, so die Ergebnisse der DGB-Studie. Auch die Gefahr der Verarmung trifft zunehmend nicht nur diejenigen, die nur ein geringes Ausbildungsniveau haben. Auf möglichst gute Ausbildung sollten die potentiellen Arbeitnehmer aber dennoch natürlich nicht verzichten.
Tags: Abitur, Arbeitnehmer, Arbeitslosigkeit, Fachhochschulreife, Hartz IV, Kurzarbeit, Wirtschaftskrise


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