China Club der Milliardäre deutlich gewachsen
Di, Okt 13, 2009
Während die Zahl der Superreichen im „alten Europa“, wie es vor einigen Jahren vom ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush tituliert wurde, und in den USA im Zuge der internationalen Wirtschaftskrise je nach Region doch deutlich rückläufig ist, macht sich das scheinbar unaufhaltsame – von der Regierung mit drastischen Konjunkturprogrammen forcierte – Wachstum in der Volksrepublik auch im Bereich der Milliardäre verstärkt bemerkbar.
Inzwischen bringt es das Reich der Mitte auf ein Minimum von 130 US-Dollar Milliardären. So das Ergebnis einer aktuellen Auflistung im bekannten Hurun Report. Kaum verwunderlich: Die Mehrheit der chinesischen Superreichen verdiente sich das eigene Vermögen auf den weiterhin boomenden Immobilienmärkten Asiens und mit Aktien an den Börsen des Landes. Bei der Angabe handelt es sich jedoch nur eine Schätzung, als Dunkelziffer gehen Wirtschaftsexperten derzeit eher von einer doppelt so hohen Zahl aus. Rupert Hoogewerf, der Gründer des Hurun Report (erscheint in Shanghai), bezeichnet das anhaltende Wachstum des Wohlstandes in China in der aktuellen Ausgabe als „halsbrecherisch“.
Wie rasant die Entwicklungen vonstatten gehen, lässt sich daran erkennen, dass in den Top Ten der Milliardäre Chinas sieben Personen auftauchen, die ihren Platz auf den vorderen Plätzen erst in diesem Jahr eingenommen haben. Als Nummer eins wird derzeit Wang Chuanfu gehandelt, der sein Vermögen in Höhe von mehr als fünf Milliarden US-Dollar mit Autobatterien verdiente. Zuvor belegte er mit nur knapp über einer Milliarde US-Dollar noch den 102. Platz des Rankings.
Tags: Aktien, China, Hurun Report, Immobilienmarkt, Konjunkturprogramme, Milliardäre, Regierung


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