Commerzbank muss Risikovorsorge erhöhen
Fr, Okt 16, 2009
Ganz allein steht der Experte der Commerzbank nicht da mit seinen Einschätzungen zu den Entwicklungen für die kommenden Monate im Bereich der Kreditausfälle. Markus Beumer, der Mittelstands-Vorstand der Commerzbank erwartet für das eigene Unternehmen einen weiterhin steigenden Bedarf an Rücklagen für die Absicherung so genannter fauler Kredite.
Schon für die beiden ersten Quartale dieses Jahres musste die Bank rund 310 Millionen Euro bereithalten, um Ausfälle im Ernstfall abdecken zu können. Für die kommenden Monate bis zum Ende des Jahres wird diese Summe für die Quartale 3 und 4 allerdings nicht ausreichen. Verantwortlich für den erhöhten Bedarf sind die zunehmenden Unternehmensinsolvenzen. Nicht nur im Mittelstand melden immer mehr Unternehmen Konkurs an.
Auch die kleinen Unternehmen sind nach Aussage Beumers verstärkt betroffen. Dies löst erneut auch in den Unternehmen des Mittelstandes Kreditausfälle aus. So wird die so genannte Risikovorsorge möglicherweise noch bis ins nächste Jahr hinein ansteigen. Erst ab dem Sommer erwarten Analysten einer Beruhigung der Lage, so dass die Banken wie die Commerzbank ihre Vorsorgemaßnahmen wieder runterfahren könnten.
Tags: Commerzbank, faule Kredit, Insolvenzen, Kreditausfälle, Mittelstand, Rücklagen, Risikovorsorge, Unternehmen


Schreib was