Ifo-Institut sieht 2010 mit geringeren Unternehmensinvestitionen
Mo, Okt 19, 2009
Nicht nur mit der angeblichen Kreditklemme hängt es zusammen, dass die deutsche Industrie schon seit einigen Monaten weniger Geld investiert als früher. Vielmehr liegt es daran, dass die Krise auf dem Investitionssektor schlicht noch nicht überstanden sei, obwohl viele das Ende der Krise bereits hatten herreden wollen. Doch die Analysten des Ifo-Institutes gehen aktuell davon aus, dass die Ausgaben für Neuanschaffungen im kommenden Jahr nicht nur fortgesetzt mau ausfallen werden.
Vielmehr erwarten die Experten einen zusätzlichen Rückgang bei den Firmeninvestitionen im Jahr 2010. so spricht man beim Ifo-Institut in München derzeit von düsteren Aussichten für das kommende Jahr. Schon in diesem Jahr könnte am Ende bei den Investitionen für Fahrzeuge und Maschinen ein Minus von mehr als 20 Prozent herauskommen. Das Minus für 2010 geben die Spezialisten wenigstens für die ersten neun Monate mit acht bis neun Prozent an.
Diese Zurückhaltung der Unternehmen der deutschen Industrie ist größtenteils auch darauf zurückzuführen, dass die industriellen Kapazitäten schlicht weiterhin deutlich unter den früheren Auslastungen liegen. Waren es über Jahre hinweg Auslastungen mit einem Durchschnittswert von etwa 83, 6 Prozent lag der Wert im vergangenen Sommer nur bei knapp unter 72 Prozent. In der Industrie halten rund 54 Prozent der Unternehmer ihre Kapazitäten angesichts der Produktionserwartungen für deutlich zu umfangreich für das kommende Jahr.
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