Sparzwang für US-Haushalt nötig
Mo, Okt 19, 2009
In anderen Bereichen sind Rekorde ja durchaus gern gesehen. Doch was die Vereinigten Staaten derzeit bezüglich des eigenen Bundeshaushaltes miterleben, stößt aus nachvollziehbaren Gründen auf wenig Begeisterung. Der US-Finanzminister Geithner verordnete der Nation nun einen strengen Sparkurs. Das Ziel ist klar: Das vergangene Haushaltsjahr bracht den USA das höchste Defizit aller Zeiten ein. Inzwischen liegt das Haushaltsdefizit bei umgerechnet rund 940 Milliarden Euro. Die Zukunft soll somit ganz im Zeichen der Bescheidenheit stehen.
Dass die Volkswirtschaft sich nun mit dem zufrieden geben müsse, sei offensichtlich, so Geithner in aktuellen Statements in den Medien. Es sei an der Zeit, dass die USA ihrerseits unter Beweise stellen, welch großes Vertrauen man selbst in den eigenen Dollar als globale Reservewährung haben. Andernfalls könnte der wirtschaftliche Abwärtstrend weiter fortschreiten. Vor allem bestehe zunehmend die Gefahr für den US-Dollar, seine wichtige Stellung einzubüßen.
Denn schon seit einiger Zeit seit den ersten Pleiten auf dem US-Bankensektor werden vor allem aus Asien Stimmen laut, die über eine Ablösung des Dollars als Reservewährung nachdenken. Das Defizit im vorherigen Haushaltsjahr belief sich übrigens nur auf etwa ein Drittel des diesjährigen Minus. Allerdings hatten die USA noch Glück im Unglück, da die Ausgaben für das die Rettung der Banken rund 162 Milliarden US-Dollar weniger in Anspruch genommen hatte als zunächst erwartet.
Tags: Bankenrettung, Defizit, Geithner, Haushalt, Reservewährung, US-Dollar, Volkswirtschaft


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