Ver.di fordert für Quelle Hilfe aus Berlin und Bayern
Di, Okt 20, 2009
Kaum haben sich die ersten Meldungen über das Scheitern der Verkaufsversuche beim Versandhaus Quelle in den virtuellen und klassischen Medien verbreitet, sind erste Rufe nach staatlicher Intervention zu vernehmen. So fordert die Gewerkschaft Ver.di bereits entsprechende Maßnahmen von der Bundesregierung, die zuvor schon bei anderen Konzernen in die wirtschaftliche Bresche gesprungen war.
Schon ab dem kommenden November werden die meisten der Arbeitnehmer des Konzerns freigestellt, nur eine überschaubare Zahl an Mitarbeitern wird noch weiterbeschäftigt, weil etwa mit Sonderaktionen versucht werden soll, die größten Finanzlöcher zugunsten der Gläubiger gestopft werden soll. nicht nur vom Bund, sondern auch von der bayerischen Landesregierung fordert Ver.di rasche Maßnahmen, um den Konzern und somit auch die vom Unternehmen abhängigen Regionen im Großraum Nürnberg vor dem infrastrukturellen und wirtschaftlichen Chaos zu bewahren.
Ver.di Bundessekretär Rösch geht im schlimmsten Falle davon aus, dass spätestens mittelfristig alle 9000 Arbeitsplätze im Quelle Konzern wegfallen werden, sollten sich Bund und Freistaat nicht zu einem Einschreiten durchringen. Dramatisch ist die Lage für die Arbeitnehmer vor allem deshalb, weil noch am gestrigen Abend von Zuversicht bezüglich einer Rettung aufseiten der Insolvenzverwaltung geredet wurde. Bayerns Ministerpräsident Seehofer hat zwar Hilfe angekündigt, doch bisher nicht erkennen lassen, wie selbige aussehen soll.
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