Investmentbanker der Dresdner Kleinwort erhalten keine Boni
Mi, Okt 21, 2009
Bis zuletzt sahen sie sich im Recht, die insgesamt 13 Investmentbanker, die für Dresdner Kleinwort, die Tochterfirma der von der Commerzbank übernommenen Dresdner Bank, sonst hätten sie kaum den Weg vor das Frankfurter Arbeitsgericht auf sich genommen. Um insgesamt zwei Millionen Euro Bonuszahlungen ging, welche die Kläger von ihrem Arbeitgeber erhalten wollten. Diese Sonderzahlungen waren von der Commerzbank nach der Übernahme gestrichen worden für das Jahr 2008, weil die Verluste (gerade im Bereich des Kapitalmarktgeschäftes) insgesamt mehr als sechs Milliarden Euro im besagten Geschäftsjahr betrugen.
Für die Commerzbank ein gutes Argument, um die Kürzungen der Leistungszulagen im Umfang von maximal 90 Prozent bei den Bankern zu begründen. Die Kläger und ihre Anwälte sahen dies bekanntermaßen deutlich anders. Doch das Arbeitsgericht gab nun der Commerzbank Recht. Die 13 Investmentbanker, die inzwischen größtenteils nicht mehr für ihren ehemaligen Arbeitgeber tätig sind, müssen sich mit der Streichung ihrer Bonusleistungen abfinden.
Aus Sicht der Richter gründet dies vor allem darauf, dass der neue Mutterkonzern nicht zur Einhaltung früherer Zusagen dieser Art gezwungen sei. Neuer Vorstand – neue Richtlinien. So könnte man es zusammenfassend auf den Punkt bringen. Einer, der Glück gehabt hat, ist der frühere Chef der Sparte Kapitalmarkt im Hause der Dresdner Bank Neumann. Erst in der vergangenen Woche hatte jener vom selben Gericht den Abfindungsanspruch in Höhe von 1,5 Millionen Euro zugesprochen bekommen, ebenso wie einen zusätzlichen Bonus von drei Millionen Euro.
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