Bafin Chef hegt Zweifel an alleiniger Bankenaufsicht durch Bundesbank
So, Okt 25, 2009
Die mehr oder weniger komplette Bundesregierung hat bereits in der jetzigen Phase der Koalition maßgebliche Veränderungen für die Aufsicht über die deutsche Bankenbranche beschlossen. So soll die Bankenaufsicht zukünftig ganzheitlich einzig und allein bei der Bundesbank liegen, sollten die Pläne wirklich in der bisherigen Aufstellung bestätigen. Mit diesem Vorhaben zeigen sich nicht nur die Banken alles andere als zufrieden. Auch Jochen Sanio, der Chef der Bundesanstalt für Finanzaufsicht hält die Ziele für falsch, nach denen seine Behörde mit deutlichen Kompetenzeinschnitten zu kämpfen hätte.
Die Zusammenarbeit der Bafin und der Bundesbank sei im Prinzip in ihrer bisherigen Aufstellung die beste Lösung für die Kontrolle des Bankensektors. Durch voreilige Eingriffe in die derzeitige Regelung begehe die Bundesregierung eher einen Fehler, als dass sich eine noch größere Effizienz erreichen ließe für das Bankensystem in Deutschland. Die Richtigkeit seiner Einschätzung sieht der Bafin-Chef in den vergangenen Monaten der Wirtschaftskrise selbst.
So habe sich gezeigt, dass das Doppel-Gespann aus Bundesbank und Bafin die ideale Aufsichts-Kombination gewesen sei, um Schlimmeres für den heimischen Finanzmarkt zu verhindern. Problematisch wäre aus Sarios an der alleinigen Aufsicht durch die Bundesbank, dass die Neuordnung eine politische Einflussnahme auf die Bundesbank und somit einen Verlust der Unabhängigkeit zur Folge hätte.
Tags: BaFin, Bankenbranche, Bundesbank, Bundesfinanzaufsicht, Bundesregierung, Finanzmarkt, Koalition, Sanio, Unabhängigkeit


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