Schwere Datenpanne bei Lidl Irland
So, Okt 25, 2009
Mittlerweile scheint es um die Datensicherheit bei den international agierenden Großkonzernen aus Deutschland fast üblich so schlecht zu stehen, dass es überall irgendwann fast zu einer Datenpanne kommen muss. Im aktuellen Fall ist es nun die Discounter-Kette Lidl, die für ihre Geschäfte in Irland zugeben muss, dass Daten verschiedener Art ungewollt in Umlauf gekommen sind. Die irische Lidl-Tochter gab einem Bereicht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel zufolge inzwischen zu, dass es ein erhebliches Loch im Sicherheitssystem gegeben habe.
Erhalten hat diese Daten – die neben Zahlen zum Umsatz auch Aussagen über die Planungen zukünftiger Einkaufs sowie zu Korrespondenzen mit für das Unternehmen arbeitenden Medizinern beinhalten sollen – ein ehemaliger Mitarbeiter des Konzerns. Was ist passiert? Ein Knotenpunkt im Server-System von Lidl Irland soll vorübergehend gegen Zugriffe von außerhalb ungeschützt gewesen sein, so konnten die geheimen Daten an die Öffentlichkeit gelangen. Pikant an der Situation ist, dass auch Abmahnungen gegen Mitarbeiter und Krankmeldungen sowie Einschätzungen zu den Arbeitnehmern zugänglich waren.
Insgesamt handelt es sich nach bisherigen Meldungen um etwa 200.000 Dokumente, die verfügbar gewesen sein sollen. Das Unternehmen selbst bezeichnete die Daten zeitweise als nicht bedeutend, als ihnen die Unterlagen samt Festplatte von Ex-Arbeitnehmer angeboten wurden. Inzwischen erfolgte vonseiten Lidl Irland, der Datenträger sollte der zuständigen Staatsanwaltschaft ausgehändigt werden. Intern prüft man nun, wer für den Fehler verantwortlich zu machen ist.
Tags: Abmahnungen, Datenpanne, irland, Krankmeldungen, Lidl, Mitarbeiter, Planungen, Server, Staatsanwaltschaft


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