Versicherungen wollen Überschusszahlungen senken
Mo, Okt 26, 2009
Für die Versicherten brechen in den kommenden Jahren in Deutschland einmal mehr schlechte Zeiten an. Denn obwohl sich in vielen Bereichen des Aktienmarktes dieser Tage wieder deutlich bessere Möglichkeiten für Investitionen bieten, haben die Anbieter von Lebensversicherungen aktuell angekündigt, die so genannten Überschusszahlungen in den kommenden Jahren ab 2010 zum Teil deutlich zu senken.
Waren positive Entwicklungen an der Börse früher noch ein Hinweis darauf, dass auch bei den Verbrauchern mit einer fondsbasierten Lebensversicherung und vergleichbaren Modellen mehr Geld ankommt, sind diese Tage inzwischen gezählt. Denn die Versicherer reduzieren wegen der schlechten Erfahrungen und der umfangreichen finanziellen Einbußen seit Ausbruch der Finanzkrise weiterhin den Anteil an Aktien innerhalb ihrer Portfolios. Wie hoch die Überschussbeteiligungen ab Januar ausfallen werden, legen die ersten Lebensversicherer wie der Marktführer Allianz schon im November fest.
Anstelle der Aktienanteile setzen die Gesellschaften nach und nach verstärkt auf Finanzprodukte, die ihnen feste Zinsen einbringen. Die Aussichten auf hohe Renditen in diesem speziellen Bereich sind derzeit denkbar schlecht. So werden auch die Gewinne für die Versicherten spürbar nachgeben. Mit einer baldigen Aufstockung der Aktienquote bei den Versicherern ist aus Sicht von Insidern nicht zu rechnen, zu negativ waren die Erfahrungen der Unternehmen mit den Aktienkursen.
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