Banken in Großbritannien vor der großen Neustrukturierung
Mo, Nov 2, 2009
Dem Bankensektor in Großbritannien geht es nun allmählich an den Kragen. So ist die ≤
britische Regierung derzeit bemüht, endlich die angekündigten Maßnahmen zur Umstrukturierung auf den Weg zu bringen. Ob und wie sehr dabei die Aktienkurse der Banken in Mitleidenschaft gezogen werden, interessiert die Regierung nicht. Geplant ist die Aufstellung drei neuer Verbraucherbanken, über deren Schaffung die Regierung endlich wieder das Vertrauen der Verbraucher erwerben möchte.
Mehr Wettbewerb soll es geben und mehr Stabilität für die Konzerne der Branche, so jedenfalls wünscht es sich Finanzminister Darling in aktuellen offiziellen Statements. Der Wettbewerb beim Privatkundengeschäft soll den Kunden mehr Qualität und Wahlmöglichkeiten bei besseren Konditionen verschaffen. Betroffen sein werden nun vor allem die Banken, die im Zuge der Finanzkrise unter ganzheitliche oder wenigstens teilweise staatliche Obhut gestellt wurden. Dabei geht es dementsprechend um die Hypothekenbank Northern Rock oder die Royal Bank of Scotland.
Beiden Konzernen droht eine Umstrukturierung, an deren Ende im Grunde alles stehen kann. So sind Aufspaltungen ebenso denkbar wie das Vermischen beider Institute. Auch für das Unternehmen Lloyds könnten nun harte Zeiten bevorstehen. Das Unternehmen könnte – ähnlich wie RBS – nach einer Trennung verschiedener Sparten vom Kerngeschäft in Teilen verkauft werden. Der mögliche Verkauf wird in jedem Fall nicht innerhalb des heimatlichen Marktes abgewickelt. Vielmehr kommen Übernahme-Kandidaten nur infrage, wenn sie als Finanzunternehmen aus dem Ausland kommen. Aus anderen Sparten dürfen die Interessenten durchaus kommen, wenn sie ihren Sitz in Großbritannien haben.
Tags: Aufspaltung, Übernahme, Banken, Darling, Großbritannien, Lloyds, Royal Bank of Scotland, Strukturierungen, Verstaatlichung


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