Lloyds vor Kapitalerhöhung auf Rekordniveau
Di, Nov 3, 2009
Bereits gestern kündigte die britische Regierung an, umfangreiche Reformen der heimischen Bankenbranche vornehmen zu wollen und dabei nicht unbedingt danach zu fragen, was die Banken selbst für Vorstellungen der Zukunft haben. Wie die deutsche Regierung hatte man auch im Vereinten Königsreich einen Rettungsschirm für die Banken geschaffen, die sich mit toxischen Wertpapieren mehr als nur ein wenig verhoben hatten. Die Großbank Lloyds, der nun eine staatliche Zerschlagung oder Reformierung drohen könnte, will aber nichts vom staatlichen Schutzprogramm wissen.
Im Gegenteil ergreift das Unternehmen nun einer historischen Maßnahme, um die Finanzen auf Vordermann zu bringen. Mit einem Gesamtvolumen von 13,5 Milliarden Euro will Lloyds über eine Kapitalerhöhung frisches Kapital von Seiten der potentiellen Anleger erzielen. Mit Skepsis wird der Plan in Expertenkreisen beobachtet. Denn so wirklich will nicht erkennbar sein, von welcher Seite die Bank das Geld denn wohl bekommen soll. auch wenn Lloyds in den vergangenen Monaten durchaus für eine ordentliche neue Positionierung sorgen konnte.
Die Antwort auf die Frage nach den Geldgebern: allein 5,7 Milliarden britische Pfund steuert die Regierung Großbritanniens zur geplanten Kapitalerhöhung. Auf diese Weise wächst der Anteil des Staates an Lloyds auf insgesamt 43 Prozent. Der Umsetzung der Pläne zur Umstrukturierung der maroden Banken mit staatlicher Beteiligung steht also kaum noch etwas im Wege. Noch stärker betroffen von den Plänen ist die Royal Bank of Scotland, deren momentane Verfassung nur als äußerst kritisch bezeichnet werden kann.
Tags: Anleger, Anteil, Kapitalerhöhung, Lloyds, Regierung, Royal Bank of Scotland, Umstrukturierung


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