Otto übernimmt Quelle Markennamen und Russland-Geschäft
Do, Nov 5, 2009
Zumindest in einigen Bereichen sieht es aktuell so aus, als könnten die Arbeitsplätze von Quelle-Mitarbeitern gerettet werden. Komplett wird Quelle vermutlich nicht imstande sein, die Insolvenz zu überstehen. Doch am heutigen Tage gibt es unter anderem für den Bereich des Russland-Geschäfts namhaftes Interesse. Niemand Geringerer als der Hamburger Versandhauskonzern Otto hat nach neuen Meldungen das Russland-Geschäft des vormaligen Mitbewerbers ins Boot geholt. Noch größeres Interesse hatte man bei Otto aber an den Markenrechten des Quelle-Konzerns sowie dem Eigennahmen an sich. Sonst hätte man selbige kaum erworben.
Der Otto Konzern darf nun offizielle alle Logos und Marken samt zugehöriger Internetseiten und –Adressen für den Verkauf und Werbezwecke einsetzen. Das verstärkte Engagement in Russland sieht man bei Otto als durchweg positiv, weil man so in einem der am stärksten expandierenden Märkte des so genannten Distanzhandels die eigene Position noch unterstreichen könne. Die Rechte – dazu gehört etwa die Marke Privileg – darf das Unternehmen Otto nun sowohl auf dem deutschen Heimatmarkt und in Russland als auch etlichen anderen Ländern in Osteuropa und Mitteleuropa verwenden.
Otto selbst arbeitet bereits 1990 auf dem russischen Markt und erwirtschaftet mit den eigenen Marken rund 200 Millionen Euro pro Jahr. Mit der Quelle-Übernahme baut Otto die Marktführung auf insgesamt rund 370 Millionen Euro aus. Ob die etwa 280 Jobs in Russland für die Quelle Mitarbeiter aber bestehen bleiben, muss sich erst noch zeigen. Möglich ist auch eine logistische Zusammenlegung.
Tags: Übernahme, Insolvenz, Markennamen, Mitarbeiter, Osteuropa, Otto, Privileg, Quelle, Russland, versandhaus


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