Britischer Premier fordert Finanzmarktsteuer für Banken
Mo, Nov 9, 2009
Gordon Brown, seines Zeichens bekanntlich amtierender britischer Premierminister, hatte mit seiner Forderung nach der Schaffung einer weltweit zu leistenden Finanzmarktsteuer für einige Aufregung gesorgt. Seine Pläne stießen aus logischen Gründen vor allem bei den Banken auf Widerstand, die von der Steuer betroffen gewesen wären.
Brown wollte durch die neue Steuer dafür sorgen, dass die Banken – die für viele die großen Verursacher der Finanzkrise sind – in stärkerem Maße als bisher ihrerseits für die Kosten der Krise mit zur Kasse gebeten werden sollten. Doch Browns Ansätze haben frühzeitig aus Kanada und den USA heftigen Gegenwind erfahren. Doch Brown erhält durchaus auch Unterstützung. Nicht nur der deutsche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hält Schritte in der von Brown aufs Tapet gebrachten Richtung für durchaus sinnvoll.
Und auch sein schwedischer Kollege Borg (derzeit zugleich Ratspräsident der Europäischen Union) äußert sich positiv zu einer Beteiligung der Banken bei der Bewältigung der Kosten, die den Regierungen durch die Konjunktur- und Rettungspakete in den vergangenen beiden Jahren entstanden waren. So entwickelte sich in dieser Frage zwischen den gegensätzlichen Positionen beim Gipfeltreffen der Finanzminister der G20 Nationen eine hitzige Debatte, die wohl noch lange für Gesprächsstoff sorgen wird.
Tags: Borg, Brown, Brwon, Europäische Union, Finanzkrise, Finanzmarktsteuer, G20, Schäuble, USA, Wirtschaft


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