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Geringverdiener in Deutschland als Verlierer der Krise

Mo, Nov 9, 2009

Analysen

Als die Arcandor-Großaktionärin Madelaine Schickedanz ihre Verluste im Zuge der Unternehmenspleite beklagte, stand für viele Verbraucher fest: Hier wird auf dem sprichwörtlichen hohen Niveau gejammert. Die aktuelle Studie der renommierten Bertelsmann-Studie zum internationalen Vergleich zwischen 20 Mitgliedsstaaten der OECD lässt nun erkennen, wer in Deutschland die wirklichen Leidtragenden sind. Es sind Arbeitnehmer im Jugendalter, die älteren Menschen und die so genannten Geringverdiener.

Sie und die Zeitarbeiter trifft die weltweite Wirtschaftskrise gerade hierzulande der Studie nach überdurchschnittlich hart. Noch vor rund 12 Jahren belief sich das durchschnittliche Monatseinkommen von Geringverdienern auf knapp 64 Prozent dessen, was Berufstätige mit mittleren Einkommen nach Hause brachten. Schon 2007 lag dieser Prozentsatz als Anteil nur noch bei 53 Prozent. Dramatisch an der Tatsache, dass Deutschland nun vergleichbare Ergebnisse wie etwa Großbritannien vorweisen kann, ist, dass viele andere Länder keinen ähnlich großen Schwerpunkt auf sozialen Ausgleich legen wie Deutschland.

Alles in allem hat sich in den vergangenen Jahren seit Ende der 1990er Jahre die Schwere zwischen mittleren und geringen Einkommen deutlich geöffnet. Die Studie zeigt aber auch positive Veränderungen. So kann Deutschland mit einem Anstieg von 4,4 Prozent bei der Beschäftigtenzahl von 2001 bis zum vergangenen Jahr punkten. Damit hat die Bundesregierung das Ziel des Lissabon-Vertrages erfüllt.




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