Versammmlung der Arcandor Gläubiger beginnt in Essen
Mo, Nov 9, 2009
Ausgerechnet am heutigen Tag des Mauerfalls beginnen am Mittag in der Essener Gruga-Halle die Gespräche zwischen dem Insolvenzverwalter der Ancandor-Holding und den zahllosen Gläubigern des zahlungsunfähigen Konzerns. Vielleicht kann ja auch in diesem Fall im übertragenden Sinne ein Durchbruch erzielt werden. Zunächst jedoch geht es erst einmal darum, dass der Insolvenzverwalter den Gläubigern Informationen darüber vermittelt, in welcher Form die Abwicklung vonstatten gehen soll.
Schon jetzt ist klar, dass viele Gläubiger am Ende leer ausgehen werden im Zuge der Abwicklung. Aussagen erhoffen sich die Geldgeber von den Gesprächen in den kommenden drei Tagen in Essen auch darüber, inwieweit einzelne Sparten des Konzerns möglicherweise am Ende einer umfangreichen Sanierung wieder geschäftsfähig sein könnten. Am morgigen Dienstag steht die Vorlage eines entsprechenden Konzeptes auf der Agenda bei der Karstadt Gläubigerversammlung.
Bereits am Wochenende hatte die Gewerkschaft ver.di Plänen zugestimmt, nach denen die Mitarbeiter als Belegschaft zur Unternehmensrettung selbst rund 150 Millionen Euro einbringen müssen, so der Tarifvertrag für die Sanierungsprozesse. Wie das Endergebnis der Insolvenzarbeit aussehen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt vor allem für die Mitarbeiter nur gemutmaßt werden. Von der Schließung einiger weniger Häuser bis hin zum grundsätzlichen Ende des Unternehmens ist derzeit den Gerüchten zufolge alles im Bereich des Möglichen.
Tags: Arcandor, Essen, Gläubiger, Gläubigerversammlung, Insolvenz, Insolvenzverwalter, Karstadt


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