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Chefökonom der Deutschen Bank für Verzicht auf Lohnerhöhungen

Sa, Nov 14, 2009

Analysen

Was der Chefvolkswirt der Deutschen Bank da in seinen aktuellen Interview-Antworten fordert, wird den deutschen Arbeitnehmern und insbesondere den Gewerkschaften wohl eher nicht schmecken. Der Ökonom Norbert Walter spricht sich dafür aus, dass sich die deutschen Arbeitnehmer für mehrere Jahre in Verzicht üben, indem sie sich mit Forderungen nach Lohnerhöhungen zurückhalten. Gerade bei Ver.di hatte der Vorsitzende Bsirske erst kürzlich geäußert, dass solcher Verzicht im Grunde besonders in Branchen mit Umsatzplus nicht infrage kommen dürfe in Deutschland.

Doch der Chefvolkswirt der Deutschen Bank hält diesen Weg für den richtigen, um den deutschen Arbeitsmarkt nicht zusätzlich unter Druck zu setzen und letztlich schlimmstenfalls weitere Arbeitsplätze zu riskieren. Mit neuen Jobs sei erst in etwa drei Jahren zu rechnen. Anders als die Wirtschaftsweisen im Sachverständigenrat der Bundesregierung erwartet Walter durchaus eine wesentlich höhere Arbeitslosenquote.

Mit nur vier Millionen Arbeitslosen wird Deutschland nicht aus der Krise hervorgehen. Walter geht eher von einer halben Million mehr aus. Vor allem die auslaufende Kurzarbeit sieht der Experte als zusätzliches Risiko für die Arbeitnehmer. Ähnlich sich es der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Weise. Man wisse schlicht nicht, inwieweit Arbeitgeber nach Ende der Kurzarbeit einstweilen gerettete Arbeitsplätze weiter anbieten können.




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