Flämische Regierung will Opel-Werk in Antwerpen von GM übernehmen
Di, Nov 17, 2009
Mit seiner Aussage, die Verantwortung für den deutschen Autobauer Opel liege vor allem und grundsätzlich beim amerikanischen Mutterkonzern General Motors, stieß Bundeswirtschaftsminister Brüderle nicht überall auf großen Zuspruch. Doch der Minister steht zu seinem Wort und bestätigt, dass GM wie alle Unternehmen einen Antrag stellen müsse, wenn man in den USA finanzielle Unterstützung vom Staat über den so genannten Deutschlandfonds erhalten wolle.
Zunächst einmal bestehe für General Motors kein rechtlicher Anspruch auf Leistungen des Bundes. GM seinerseits kündigte nun an, dass spätestens Ende November zunächst einmal Pläne bezüglich des Antwerpener Opel-Werkes und seiner Zukunft veröffentlichen zu wollen. Durchaus möglich ist derzeit eine Schließung des Standortes, wie Nick Reilly, der Opel-Europa-Chef erneut im Gespräch mit dem flämischen Premier Peeters erörterte. Dieser unterbreitete bereits im Gegenzug ein Angebot, das 200 Millionen Euro in die GM Kassen bringen würde.
Diese Summe würde die flämische Regierung ausgeben, um das Opel-Werk in Antwerpen selbst zu übernehmen. Später würde GM das Werk dann von der Regierung mieten. Außerdem will die Regierung für 300 Millionen Euro Kreditbürgschaften übernehmen. Sollte GM das Angebot annehmen, bestünde erneut Gefahr für die deutschen Opel-Standorte, wenngleich in Belgien nur 2000 Jobs bei Opel bestehen.
Tags: Antwerpen, Brüderle, Deutschlandsfonds, GM, Kreditbürgschaften, Opel, Peeters, Regierung, staatliche Hilfen


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