Sparkassen fordern nach Kreditkarten-Problem Kostenbeteiligung der Kartenanbieter
Sa, Nov 21, 2009
Die Rückruf-Aktionen der Banken greifen immer weiter um sich, nachdem bekannt geworden war, dass bei einem spanischen Bezahldienstleister scheinbar die Daten von Tausenden deutscher Kunden illegal kopiert worden waren. Während sich die Verbraucher hierzulande nahe liegender Weise vor allem um die Sicherheit ihrer persönlichen Kundendaten sorgen, geht es den betroffenen Banken vor allem um die Kosten, von denen bisher niemand so genau weiß, wer sie eigentlich übernehmen soll am Ende nach endgültiger Klärung des Zwischenfalls.
Allein die Sparkassen, so der Deutsche Sparkassen- und Giroverbands muss für die Tauschmaßnahmen mehr als eine Millionen Euro berappen. Der Verband ruft daher schon jetzt die Kreditkartengesellschaften dazu auf, freiwillig einen Anteil an den Kosten zu übernehmen. Aber noch in einem anderen Punkt hagelt es Kritik an den Karten-Anbietern. Beim Verband zeigt man sich alles andere als begeistert über die Art, wie man sich der (wenigstens moralischen) Pflicht einer umfangreichen Informationspolitik bei den Kartengesellschaften verweigert.
Die Sparkassen hatten in den zurückliegenden Wochen seit dem Oktober rund 200.000 Kreditkarten ihrer Kunden austauschen müssen, weil der Betrugsverdacht bestand. Beim Anbieter Visa jedenfalls will man einstweilen nichts von einer Kostenübernahme- oder Beteiligung hören. Die Verdachtsmomente bezüglich eines umfangreichen Betruges hätten sich nicht bestätigt, so Ottmar Bloching, seines Zeichens Deutschlandchef von Visa im Gespräch mit der Welt am Sonntag.
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