HSH Nordbank will Staatshilfen erstatten
Mo, Nov 23, 2009
In den USA waren die Banken einmal die weltweiten Vorreiter, als es darum ging, die erhaltenen Unterstützungen der Regierungen für die Überbrückung der Finanzkrise zeitnah wieder zurückzuzahlen. In Deutschland war es vor allem die Commerzbank, die ankündigte, man wolle sich möglichst schnell wieder der Kontrolle des Staates – der momentan mit einem Viertel der Anteile als Mit-Eigentümer an Bord ist – entziehen, um zur alten Eigenständigkeit zurückzukehren.
Nun gab die schwer angeschlagene HSH Nordbank ebenfalls bekannt, die nicht benötigen Garantien mit einem Gesamtvolumen von immerhin 13 Milliarden an den Rettungsfonds SoFFin des Staates erstatten zu wollen. Insgesamt muss die Bank rund 30 Milliarden Euro zurückzahlen, bleiben also noch Restschulden in Höhe von etwa 17 Milliarden Euro. Die Verträge zwischen der Landesbank und dem Staat laufen noch über maximal drei Jahre. Grundsätzlich will sich die Bank aber jetzt nicht von der Staatshilfe befreien, dafür sei es noch zu früh.
Der Plan der HSH Nordbank sieht vor, neue Kredite aufzunehmen, mit deren Mitteln man laut aktuellen Medienberichten die Staatsgarantien ablösen will. Der nahe liegende Grund für dieses Vorhaben: Auf dem Kreditmarkt erhält die Landesbank momentan bessere Darlehenskonditionen, als sie von der Regierung über den Fonds angeboten werden. Schon im übernächsten Jahr will die Landesbank von Schleswig-Holstein und Hamburg wieder schwarze Zahlen schreiben. 2009 bringt dem Unternehmen aber zunächst einen wahrscheinlichen Verlust in Höhe von einer Milliarde Euro ein.
Tags: Erstattung, Garantien, Gewinne, HSH Nordbank, Landesbank, Regierung, Rettungsfonds, SoFFIn, Staatshilfen, Verlust


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