Frist für WestLB Sanierungskonzept läuft aus
Di, Nov 24, 2009
Wie viele andere Banken hatte auch die nordrhein-westfälische Landesbank WestLB in der Finanzkrise heftig Schlagseite erlitten. Nun tritt die Bank in die entscheidende Phase, in der es darum geht, einen Lösungsansatz zu finden, wie das Unternehmen in die Sparten Bad Bank und Geschäftsbank aufzuteilen ist. Noch bis zum kommenden Montag, also bis Ende November hat haben die Sparkassen und das Land NRW gemeinsam Zeit, um sich als Eigentümer der WestLB etwas einfallen zu lassen, um das Institut wieder existenzfähig werden zu lassen.
Findet man keine solche Lösung, könnte die Landesbank im Ernstfall sogar von Seiten der Bankenaufsicht dicht gemacht werden. Gravierender Knackpunkt in den Debatten der vergangenen Monate war immer wieder die Kapitalausstattung der so genannten Bad Bank. Dorthin sollen die nichtstrategischen Geschäftsfelder ausgelagert werden, die bei der WestLB auf ein Gesamtvolumen von etwa 85 Milliarden Euro beziffert werden.
Die Sparkassen jedenfalls zeigen keine Bereitschaft zu weiteren Investitionen. Als Grund gibt man die eigenen Belastungen infolge der Wirtschaftskrise an. Bei den Sparkassen fordert man nun, dass sich der Bund selbst beteiligen soll. insgesamt braucht die Landesbank nach derzeitigen Meldungen bis zu sechs Milliarden Euro extra. Möglich scheint auch eine Beteiligung der anderen deutschen Landesbanken über die so genannte Sicherungsreserve an den Kosten für die Rettung der WestLB.
Tags: Bund, Fristen, Kapitalbedarf, Landesbank, Sanierung, Sparkassen, WestLB, Wirtschaftskrise


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