Lloyds benötigt für Kapitalerhöhung nur noch Zustimmung der Aktionäre
Di, Nov 24, 2009
Das einzige, was der britischen Bank Lloyds nun noch fehlt, ist die Zustimmung der Aktionäre. Dann steht der größten Kapitalerhöhung, die jemals auf den weltweiten Finanzmärkten vorgenommen wurde, nichts mehr im Wege bei der Großbank. Zum Teil ist Lloyds bekanntlich bereits in staatlicher Hand, weil die Bank in deutliche Schieflage geraten war im Zuge der um sich greifenden Finanzkrise. Nun will der Konzern weitere 15 Milliarden Euro in die Kassen bringen.
Der am heutigen Tage festgelegte Plan ist der, dass ab Mitte Dezember rund 36,5 Milliarden zusätzliche Anteilsscheine ausgegeben werden sollen, jeweils zu einem Kurs von 37 Pence. Bisher waren Experten von einem etwas höheren Kurs ausgegangen. Die Meldungen über die reifenden Planungen verschafften der Aktie des Bankenhauses Lloyds ein Plus von immerhin zwei Prozent.
Derzeit gehören 43 Prozent der Nummer eins unter den britischen Privatkundenbanken dem Staat. Die Kapitalerhöhung soll genau dieses staatliche Mitspracherecht wieder etwas schmälern. Mit der rekordverdächtigen Ausgabe neuer Anteilsscheine umschifft die Bank weitere staatliche Hilfsleistungen aus dem Regierungs-Rettungsprogramm. Denn schon jetzt ist man unglücklich über die Auflagen der EU-Kommission, die eine Folge der staatlichen Unterstützung sind.
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