IWF-Chef sieht weiterhin Verlustgefahr bei Banken
Mi, Nov 25, 2009
Die Banken, denen von staatlicher Seite Hilfsleistungen zuteil geworden waren, bemühen sich derzeit darum, diese schrittweise wieder loszuwerden. Zu weitreichend ist der Einfluss, den der Staat auf die Banken ausüben kann durch die Bereitstellung von Garantien und Staatskrediten. Doch so erfreulich die Meldungen aus dem Bankensektor bezüglich der verbesserten Rahmenbedingungen und Bilanzen auch scheinen.
Nicht überall teilt man die Auffassung, dass die Branche bereits aus dem sprichwörtlich Gröbsten heraus ist. So ist man beim Internationalen Währungsfonds der Überzeugung, dass viele Banken sich die Situation nur allzu gerne schöner reden, als es eigentlich sinnvoller wäre. Denn nach Analysen des IWF weisen die Bilanzen vieler Banken auch weiterhin erhebliches Verlustpotential auf. Dominique Strauss-Kahn, der Chef der Internationalen Währungsfonds, sieht in der Sache vor allem ein Problem: Viele bestehende Verluste seien bisher noch gar aufgedeckt, nicht zuletzt wegen der Sorgen um einen Imageschaden bei den Instituten.
Strauss-Kahn kritisiert diesbezüglich, dass die Rückkehr der Banken zu hohen Spekulationsprämien längst nicht angemessen sei in der momentanen Situation der Finanzwelt. Bonuszahlungen für hochspekulative Transaktionen bei den Banken seien eindeutig das falsche Signal für die Manager. Und nicht zuletzt auch für die Verbraucher als potentielle Kunden der Banken. Vor allem dürfe bei einem erneuten Ausbruch die Zeche nicht wiederholt auf die Steuerzahler abgewälzt werden.
Tags: Banken, Bilanzen, Bonuszahlungen, IfW, Internationaler Währungsfonds, Strauss-Kahn, Verluste


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