Monopolkommission kritisiert Stellung der Deutschen Post
Mo, Dez 14, 2009
Von einem regelrecht miserablen Wettbewerb auf dem deutschen Markt für Post-Dienstleistungen spricht die Monopolkommission in ihrer aktuellen Stellungnahme zum Status Quo. Dementsprechend wenig verwunderlich ist denn auch der Aufruf von Matthias Kurth, dem Chef der Bundesnetzagentur. Kurth ruft am heutigen Tag die deutschen Verbraucher dazu auf, verstärkt auch andere Anbieter als die Deutsche Post auf bessere Konditionen zu prüfen und diese auch in Anspruch zu nehmen.
Ausnahmen gibt es beim Appell nicht. Nach Auffassung Kurths sollten alle Kunden aus dem privaten wie auch dem geschäftlichen Sektor einen Wechsel in Betracht ziehen. Schon ab dem kommenden Jahr soll stärkerer Wettbewerb auf dem hiesigen Briefmarkt zu günstigeren Tarifen für die Verbraucher führen. Einmal mehr werde dem Internet in diesem Bereich eine große Bedeutung zukommen, so Kurth. Nach einem aktuellen Bericht tummeln sich auf dem Markt laut Bundesnetzagentur in Deutschland etwa 750 Kleinanbieter.
Diese bringen es insgesamt allerdings nur auf etwa zehn Prozent des Gesamtmarktes. Ein vergleichbarer Wert wie im Vorjahr. Ein Grund für dieses Wettbewerbs-Dilemma sieht die Monopolkommission nach wie vor in der Mindestlohn-Debatte und den daraus resultierenden Briefzusteller-Löhnen. Hinzu kommt die stets umstrittene Mehrwertsteuerbefreiung, die für die Deutsche Post in vielen Bereichen das Quasi-Monopol absichere.
Tags: Bundesnetzagentur, Kurth, Mehrwertsteuerbefreiung, Monopolkommission, Postdienstleister


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