Warentest weist auf schlechte Beratung bei Banken hin
Di, Dez 15, 2009
Die Beratung bei deutschen Banken steht nicht erst seit Ausbruch der Finanzkrise im Ruf, nicht unbedingt die beste im internationalen Vergleich zu sein. Die Verluste der Anleger durch schlechte oder gar ausbleibende Beratung werten Experten eher als Bestätigung der Meinung und nicht erst als Auslöser. Nun hat sich erneut die Stiftung Warentest mit der Frage befasst, wie es eigentlich um die Beratungsqualität bei den deutschen Banken steht.
Das Ergebnis ist alles andere als positiv und optimistisch. Denn trotz der Erfahrungen etwa infolge der Pleite der Lehman Brothers-Bank ist die Bestnote im Test eine wenig imposante 3,4. Viele Berater bei den Instituten orientieren sich scheinbar noch immer eher an ihren Provisionen und den Gewinnen für ihren Arbeitgeber als für die Bedürfnisse der Kunden. Fast 150 Beratungsgespräche zum Thema der unterschiedlichen Anlageprodukte hatten die Mitarbeiter von Stiftung Warentest im vergangenen Sommer geführt mehr 21 verschiedenen Banken.
Dabei ging es darum, dass die Lockvogel-Kunden der Tester eine Summe von 30.000 Euro für fünf Jahre mit möglichst geringem Risiko anlegen wollten, die erhoffte Rendite lag als Vorgabe bei vier Prozent. Schon an der Aufklärung der Kunden, dass die Renditehoffnung mit festverzinsten Anlageformen nicht realisierbar ist, scheiterten bis auf vier Banken alle Kandidaten. Zum Teil beobachteten die Tester gar krasse Fehlleistungen, wie man es in der Übersicht nennt. Aktienfonds und andere riskante Modelle wurden empfohlen vonseiten der Banken, statt zu Festgeld und vergleichbaren Geldanlagen zu raten mit dem Hinweis, dass nur langfristig ausgerichtete Produkte ans Renditeziel führen können.
Tags: Aktienfonds, Banken, Beratung, Festgeld, Geldanlage, Kunden, Rendite, Risiko, tester. Stiftung Warentest


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