Neue Führungsriege bei Sal Oppenheim wegen Ärger mit BaFin?
Mo, Dez 21, 2009
In etlichen Zeitungen und Fachmagazinen war nun zum Beginn der neuen Woche davon die Rede, dass etwa Matthias Graf von Krockow, seines Zeichens Chef der Privatbank Sal. Oppenheim seinen Posten aufgeben wird. Nicht aus rein persönlicher Motivation, wie Insider derzeit zu berichten wissen. Vielmehr scheint es so, dass die Bundesfinanzaufsicht in dieser Sache ein Machwort gesprochen haben könnte. Gründe gibt es genug für diese Ablösung, so die Einschätzung von Experten. So hatte das Bankenhaus seit dem Zweiten Weltkrieg erstmalig im Zuge der Finanzkrise Verluste eingefahren.
Von Krockow wird nicht die einzige Unternehmensspitze sein, die bei Sal. Oppenheim seinen Platz räumen muss. Auch die anderen drei Geschäftsführer des Bankenhauses sollen zum Beginn des kommenden Jahres ihre Stühle für andere Manager freimachen. Als neuer Chef der Bank soll bereits Wilhelm von Haller feststehen. Von Haller war zuletzt in der Rolle des Generalbevollmächtigten im Auftrag der Deutschen Bank zum luxemburgischen Ableger der Deutschen Bank abgeordert worden.
Als Auslöser der wirtschaftlichen Probleme im Hause Sal Oppenheim wird vor allem die Arcandor-Pleite angesehen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres soll die Bank mehr als 300 Millionen Euro verloren haben. Die BaFin soll nun an der Kompetenz des Managements geäußert und die Ablösung in die Wege geleitet haben, so die derzeitigen Berichten aus Insiderkreisen. Ein Wechsel sollte ohnehin stattfinden an der Spitze der Bank. Doch die neuen Verlustmeldungen haben angeblich zu einer rascheren Umsetzung geführt.
Tags: Arcandor, Bundesfiannzaufsicht, Management, Privatbank, Sal. Oppenheim, Verluste, von Krockow


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