Bundeskartellamt straft Kaffeehersteller wegen Preisabsprachen ab
Di, Dez 22, 2009
Preisabsprachen sind für manche Branche scheinbar so eine Art Kavaliersdelikt. Ganz abgesehen von den möglichen Umsatzsteigerungen für die Unternehmen. Nur so lässt sich wohl erklären, wieso trotz hoher drohender Strafen immer wieder Meldungen bekannt werden im aktuell im Falle der deutschen Kaffeekonzerne. Die Kaffeetrinker haben in den vergangen scheinbar deutlich mehr für ihren Wachmacher bezahlt, als dies eigentlich nötig gewesen wäre.
Und das nur weil die drei großen Unternehmen der Branche – die Kaffeeröster Melitta, Dallmayr und Tchibo – am runden Tisch miteinander die Termine sowie das Ausmaß von Preiserhöhungen abgestimmt haben sollen über Jahre hinweg. So lässt es die Meldung vom gestrigen Tag aus dem Bundeskartellamt erkennen. Schon seit dem Jahr 2000 sollen die Anbieter gemeinsame Sache gemacht und den Verbraucher somit gezielt hinters Licht geführt haben. In fünf Schritt seinen in den Jahren 2003 bis zum vergangenen Jahr 200 die Preise auf Basis der Absprachen angehoben worden sein.
Deswegen hat die Behörde nun Bußgelder mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rund 160 Millionen Euro verhängt, die einerseits gegen die Konzerne und anderer gegen sechs Manager ausgesprochen wurden. Noch sind die Strafen des Bundeskartellamtes nicht rechtskräftig. Aus Sicht der vermeintlichen Täter fallen die Bußgelder nicht angemessen aus. Die Melitta Kaffee GmbH kündigte dementsprechend bereits rechtliche Schritte gegen die Sanktionen an. Auch bei Dallmayr ernten die Summen nur Kopfschütteln. Umfangreiche Einsprüche sind also mehr als wahrscheinlich.
Tags: Behörde, Bundeskartellamt, Dallmayr, Kaffeeröster, Manager, Melitta, Preisabsprachen, Sanktionen


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