EZB belässt Leitzins auf alten Stand
Do, Feb 4, 2010
Allzu große Erwartungen hatte man sich in der Euro-Zone nicht gemacht im Zusammenhang mit der Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank unter Führung des Präsidenten Jean-Claude Trichet. Genau genommen war im Vorfeld bereits absehbar, dass die EZB den Leitzins weiterhin auf dem derzeitigen historischen Tiefsstand von nur 1,0 Prozent belassen würde. Denn schon in den vergangenen Monaten hatten die Experten immer wieder als möglichen Termin für die erste Veränderungen nach inzwischen mehr als neun Monaten das kommende Frühjahr genannt.
Dieser Ankündigung blieb der EZB-Rat bei seiner Sitzung in der Bankenmetropole am heutigen Mittag also treu. Da höhere Zinsen der nötigen freimütigen Kreditvergabe durch die Banken an Privatkunden und Unternehmen schaden würden, ist es nun sogar möglich, dass erst in der zweiten Hälfte des Jahres eine Erhöhung des Leitzinses in Betracht gezogen wird. Dafür spricht auch, dass die Aussichten bei der Konjunktur derzeit eher unsicher sind.
Weit interessierter werden nun die Stellungnahmen der Europäischen Zentralbank hinsichtlich der angespannten wirtschaftlichen Lage des Mitgliedslandes Griechenland erwartet am Nachmittag. Bisher heißt es, die EZB werde sich erst dann einmischen, wenn die griechische Regierung ihrerseits ausnahmslos alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um aus eigener Kraft die Lage wieder in den Griff zu bekommen.
Tags: Banken, EZB, Griechenland, Konjunktur, Kreditvergabe, Leitzins, Trichet, Unternehmen, Wirtschaft, Zentralbank


Februar 27th, 2010 um 1:04 pm
Dieser unglaublich niedrige Stand ist dreist!