AWD erneut wegen möglicher Datenpanne unter Beschuss
Mo, Feb 8, 2010
Wenn in einem Unternehmen einmal Probleme in Punkto Vertraulichkeit auftreten, ist dies ohne Frage bereits tragisch genug und lässt bei so manchen Kunden den Gedanken aufkommen, dass dies möglicherweise gar keine Ausnahme war und generell die Sicherheit der Kundendaten nicht so groß geschrieben wird. Im Falle des Finanzdienstleisters AWD hingegen ist die neue Meldung bereits der zweite potentielle Zwischenfall, denn schon im vergangenen Oktober hatte der NDR auf eine bestehende Panne hingewiesen.
Erneut wurden dem Sender rund 12.000 Datensätze angeboten, bei denen neben den eigentlichen Vertragsdaten etliche Personendaten wie Telefonnummern und Berufsbezeichnungen, ja vereinzelt gar die Kontodaten der betreffenden AWD-Kunden aufgeführt werden. Im Oktober beinhaltete das Angebot sogar 27.000 Datensätze. Beim Unternehmen AWD in Hannover heißt es, die Daten seien aller Wahrscheinlichkeit nach veraltet. Zudem seien die besagten Daten auf rechtlicher Basis weitergegeben worden, ein Verstoß gegen Datenrecht sei nach erster Prüfung nicht erkennbar.
Vielmehr handele es sich bei etlichen Daten um solche, die bereits zehn Jahre oder älter seien. Für den AWD liegt somit die Vermutung nahe, die offerierten Daten stammten aus dem gleichen Pool von Daten, der schon im Oktober thematisiert worden war. Dementsprechend wird der Wirtschaftsdienst dem Radiosender vor, eher aus reiner Medienwirksamkeit, nicht jedoch mit dem Ziel einer umfassenden Aufklärung zu handeln. Als Zeichen von Kooperationsbereitschaft forderte das Unternehmen den NDR auf, alle Daten an die zuständige Staatsanwaltschaft in Hannover weiterzugeben.
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